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Schlaganfallstation Kreisklinik St. Elisabeth

Profil


Die Krankheit „Schlaganfall“ trifft viele wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Jetzt kommt es auf jede Minute an: Denn je eher ein Schlaganfall erkannt und behandelt wird, umso höher sind die Heilungschancen. Eine innerhalb der ersten Stunden begonnene adäquate Therapie kann weit reichende Schäden verhindern. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Tendenz ist steigend.


Um dieser Entwicklung adäquat und qualitativ auf hohem Niveau begegnen zu können, steht seit November 2010 im Rahmen des „Netzwerks Schlaganfallversorgung in Schwaben (NESS)“ in der Kreisklinik St. Elisabeth eine hochmoderne und spezialisierte Schlaganfall-Behandlungseinheit rund um die Uhr zur Verfügung. Mit insgesamt vier Betten auf der Station 2 inklusive modernster Monitorüberwachung wird es ermöglicht, Patienten mit Hirndurchblutungsstörungen oder Schlaganfall-Symptomen bzw. Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Gerade in der Akutphase kann der Krankheitsverlauf durch abgestimmte Abläufe von der Diagnostik bis zur Therapie, intensive Überwachung und Behandlung günstig beeinflusst werden.


In sehr gut aufeinander abgestimmten Arbeit sind die verschiedensten Fachdisziplinen Neurologie, Innere Medizin, Hypertensiologie (Bluthochdruck), Anästhesie und Notfallmedizin schon bei Eintreffen eines von einem Schlaganfall Betroffenen rasch und zielstrebig, um in wenigen Minuten mittels körperlicher Untersuchung, Labordiagnostik, EKG, Computertomographie oder Kernspintomographie die Grundlage für die Entscheidung zu schaffen, welche für den jeweiligen Menschen die beste Behandlung ist. Es gilt die Devise: „time ist brain“ oder „ für das Gehirn zählt jede Minute“.


Moderne Technik ist hilfreich und unverzichtbar, aber das wichtigste Kernstück der Schlaganfallstation bilden  Spezialisten des Teams, die Hand in Hand eng zusammenarbeiten: Ein speziell geschultes Team von Ärzten, Pflegekräften sowie Ergo- und Physiotherapeuten und Logopäden sind vor Ort, das mit Neurologen des Schlaganfallzentrums in Günzburg rund um die Uhr vernetzt ist. Besonderheit in der Kreisklinik St. Elisabeth: Vor Ort kümmern sich die erfahrenen Neurologen Dr. med. Stefanie Gierer und Dr. med. Stephan Gierer um die betroffenen Patientinnen und Patienten.


Von zentraler Bedeutung ist aber nicht nur die Akutversorgung, sondern auch die frühzeitige Rehabilitation der Schlaganfallpatienten. Diese entscheidet nicht zuletzt darüber, wie weit der Betroffene zurück in die Normalität findet. Mindestens 24 Stunden bis einige Tage belegen die Patienten die Schlaganfallstation. Danach werden sie verlegt: Die Schlaganfallstation an der Kreisklinik St. Elisabeth hat dabei einen entscheidenden Vorteil, denn den Überwachungsbetten sind „normale“ Betten angegliedert. So kümmert sich auch nach der internen Verlegung das vertraute Team ganzheitlich um den Patienten – bis zur Entlassung. Für die Nachsorge steht bereits während des Behandlungsprozesses der Sozialdienst der Kreisklinik St. Elisabeth als Ansprechpartner zur Verfügung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit der Neurologischen Frührehabilitation, die auch am Bezirkskrankenhaus Günzburg angeboten wird. Eine Nachbehandlung kann darüber hinaus – sofern sie notwendig ist – in der Neurologischen Gemeinschaftspraxis Dillingen koordiniert und gesteuert werden. Aufgabe ist es in jedem Fall, durch eine adäquate medizinische Rehabilitation und Nachsorge den Schlaganfallpatienten zu ermöglichen, wieder in das bisherige Leben und das soziale Umfeld mit möglichst wenig Beeinträchtigungen zurückzukehren.

 

 

 



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